BGH 6. Zivilsenat, Urteil vom 17.12.2019, VI ZR 504/18

e-Law Admin/ Februar 15, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz 1. Ein nicht mit Strafe bedrohtes rechtswidriges Verhalten einer der Öffentlichkeit nicht bekannten Person kann etwa wegen seiner Art, seines Umfangs und seiner Auswirkungen auf gewichtige Belange der Gesellschaft von so erheblicher Bedeutung für die Öffentlichkeit sein, dass das Recht am eigenen Bild hinter dem Öffentlichkeitsinteresse zurückzutreten hat. 2. Zur Zulässigkeit einer identifizierenden Bildberichterstattung über ein verwaltungsgerichtliches Verfahren, das

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BGH 12. Zivilsenat, Beschluss vom 15.01.2020, XII ZB 438/19

e-Law Admin/ Februar 15, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Eine persönliche Anhörung des Betroffenen ist auch im Verfahren auf Aufhebung einer Betreuung generell unverzichtbar, wenn sich das Gericht zur Einholung eines neuen Sachverständigengutachtens entschließt und dieses Gutachten als Tatsachengrundlage für seine Entscheidung heranziehen will (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 18. Oktober 2017 – XII ZB 198/16, FamRZ 2018, 124). Verfahrensgang vorgehend LG Itzehoe, 26. August 2019, Az: 4

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BGH 13. Zivilsenat, Beschluss vom 10.12.2019, XIII ZB 119/19

e-Law Admin/ Februar 15, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Grippeschutzimpfung Der Vergabesenat hat aus Gr?nden der Verfahrens?konomie und des effektiven Rechtsschutzes die M?glichkeit zur Verweisung des Verfahrens an das Gericht eines anderen Rechtswegs. Gr?nde der Verfahrens?konomie und des effektiven Rechtsschutzes erfordern aber nur dann eine Verweisung entsprechend ? 17a GVG, wenn der Antragsteller sein im Vergabenachpr?fungsverfahren verfolgtes Rechtsschutzziel im anderen Rechtsweg weiterverfolgen will und kann (Fortf?hrung BGH, Beschluss

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BGH 2. Zivilsenat, Urteil vom 10.12.2019, II ZR 281/18

e-Law Admin/ Februar 14, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Einer Partei ist in der Regel eine Erledigungsfrist von einer Woche zur Einzahlung des angeforderten Gerichtskostenvorschusses zuzugestehen (Anschluss an BGH, Urteile vom 29. September 2017 – V ZR 103/16, NJW-RR 2018, 461 Rn. 9 und vom 20. April 2018 – V ZR 202/16, NJW-RR 2018, 970 Rn. 36). Verfahrensgang vorgehend OLG Köln, 5. Juli 2018, Az: 18 U 122/17,

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BGH Kartellsenat, Beschluss vom 12.11.2019, EnVR 65/18

e-Law Admin/ Februar 14, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Gewoba 1. Erstreckt sich eine Energieanlage über mehrere Grundstücke, befindet sie sich auf einem räumlich zusammengehörigen Gebiet, wenn diese Grundstücke so gut wie ausschließlich über die Anlage versorgt werden, tatsächlich aneinander angrenzen und ein geschlossenes, von den äußeren Grundstücksgrenzen begrenztes Gebiet darstellen. Unschädlich ist es, wenn ein so abgegrenztes Gebiet Straßen, ähnliche öffentliche Räume oder vereinzelte, nicht ins Gewicht

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BGH 12. Zivilsenat, Beschluss vom 18.12.2019, XII ZB 379/19

e-Law Admin/ Februar 13, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz 1. Von der Richtigkeit einer anwaltlichen Versicherung ist grundsätzlich auszugehen. Dies gilt allerdings dann nicht, wenn konkrete Anhaltspunkte es ausschließen, den geschilderten Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als zutreffend zu erachten (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 12. November 2014 – XII ZB 289/14, NJW 2015, 349 und BGH Beschluss vom 8. Mai 2018 – VI ZB 5/17, NJW-RR 2018, 958).

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BGH 8. Zivilsenat, Beschluss vom 02.01.2020, VIII ZR 328/19

e-Law Admin/ Februar 12, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Langtext Verfahrensgang vorgehend LG Berlin, 18. November 2019, Az: 64 S 78/19vorgehend AG Charlottenburg, 18. Februar 2019, Az: 237 C 287/18 Tenor Der Antrag der Beklagten, die Zwangsvollstreckung aus dem Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg vom 18. Februar 2019 – 237 C 287/18 – in Verbindung mit dem Zurückweisungsbeschluss des Landgerichts Berlin vom 18. November 2019 einstweilen einzustellen, wird abgelehnt. Gründe

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BGH 8. Zivilsenat, Beschluss vom 26.11.2019, VIII ZA 4/19

e-Law Admin/ Februar 11, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Bei einem Fristverlängerungsantrag, der sich bis zu einem bestimmten Datum richtet, ist regelmäßig nicht anzunehmen, dass abweichend vom Wortlaut eine nach den jeweiligen Vorschriften grundsätzlich mögliche weitergehende Fristverlängerung begehrt wird (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 11. November 1993 – VII ZB 24/93, NJW-RR 1994, 568 unter II 1 a). Verfahrensgang vorgehend OLG München, 23. Januar 2019, Az: 24

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BGH 12. Zivilsenat, Beschluss vom 11.12.2019, XII ZB 357/19

e-Law Admin/ Februar 10, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz Legt der Bevollmächtigte im eigenen Namen Beschwerde ein, muss das Beschwerdegericht vor einer Beschwerdeverwerfung jedenfalls in Erwägung ziehen, dass die Beschwerdeberechtigung hierfür aus § 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG folgen kann (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 25. Januar 2017 – XII ZB 438/16, FamRZ 2017, 552). Verfahrensgang vorgehend LG Itzehoe, 17. Juli 2019, Az: 4 T 194/19vorgehend AG

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BGH 1. Strafsenat, Beschluss vom 13.11.2019, 1 StR 58/19

e-Law Admin/ Februar 8, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Langtext Verfahrensgang vorgehend LG Kiel, 29. August 2018, Az: 3 KLs 7/16 Tenor 1. Der Senat beabsichtigt zu entscheiden: Bei Taten gem?? ? 266a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 StGB beginnt die Verj?hrungsfrist mit dem Verstreichenlassen des F?lligkeitszeitpunktes zu laufen. 2. Der Senat fragt bei den anderen Strafsenaten an, ob an – gegebenenfalls – entgegenstehender Rechtsprechung festgehalten wird.

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