BVerwG 9. Senat, Urteil vom 25.01.2017, 9 C 30/15

E-Law Admin/ März 29, 2017/ BVerwG-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Eine Klage ist kraft Gesetzes unstatthaft, wenn das zugrunde liegende materielle Recht die Behörde zum Erlass eines Verwaltungsaktes verpflichtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. September 1979 – 7 C 22.78BVerwGE 58, 316 <318>).

2. Dem Steuergläubiger steht nach § 191 Abs. 1 Satz 2 AO zur Anfechtung wegen Ansprüchen aus dem Steuerschuldverhältnis außerhalb des Insolvenzverfahrens kein Wahlrecht zwischen einer Klage nach §§ 11, 13 AnfG und einem Duldungsbescheid zu. Vielmehr hat die Anfechtung zwingend durch Duldungsbescheid zu erfolgen, soweit sie nicht im Wege der Einrede nach § 9 AnfG geltend zu machen ist (wie BGH, Beschlüsse vom 27. Juli 2006 – IX ZB 141/05ZIP 2006, 1603 und vom 21. September 2006 – IX ZB 187/05FamRZ 2006, 1836; a.A. BFH, Beschluss vom 1. Dezember 2005 – VII B 95/05BFH/NV 2006, 701).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, 18. September 2015, Az: 4 BV 15.643, Urteil
vorgehend VG Bayreuth, 11. Februar 2015, Az: B 4 K 13.349, Urteil

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