BVerwG 1. Senat, Urteil vom 20.08.2020, 1 C 28/19

E-Law Admin/ Oktober 23, 2020/ BVerwG-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Die Zustellungsfiktion des § 10 Abs. 2 Satz 2 AsylG knüpft an eine der zustellenden Behörde von einer öffentlichen Stelle zutreffend mitgeteilte Anschrift des Ausländers an; nicht erforderlich ist, dass diese Anschrift auch noch im Zeitpunkt des Zustellversuchs aktuell ist.

2. Im Ausländerzentralregister gespeicherte Angaben sind dem Bundesamt als Asylbehörde nicht im Sinne von § 10 Abs. 2 Satz 2 AsylG mitgeteilt.

3. Der Hinweis in einer Rechtsbehelfsbelehrung, dass die Klage “in deutscher Sprache abgefasst” sein muss, macht diese nicht unrichtig (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2018 – 1 C 6.18 – Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 94).

vorgehend Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, 8. Juli 2019, Az: 3 B 18.18
vorgehend VG Berlin, 20. Februar 2018, Az: 32 K 394.17 A

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