BVerwG 1. Senat, Beschluss vom 03.04.2017, 1 C 9/16

E-Law Admin/ Juni 2, 2017/ BVerwG-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Die nach § 31 Abs. 3 Satz 1 AsylG zu treffende Feststellung, ob die Voraussetzungen des § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG vorliegen, bezieht sich in Fällen unzulässiger Asylanträge nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 AsylG nicht auf den Herkunftsstaat des Asylbewerbers, sondern auf den Zielstaat der Überstellung bzw. Abschiebung.
2. Eine Abschiebungsanordnung nach § 34a AsylG ist nicht allein deswegen rechtswidrig, weil in dem Bescheid die gemäß § 31 Abs. 3 Satz 1 AsylG vorgesehene Feststellung zu nationalen Abschiebungsverboten nach § 60 Abs. 5 und 7 AufenthG fehlt.

Verfahrensgang

vorgehend Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, 3. Dezember 2015, Az: 13a B 15.50124, Urteil
vorgehend VG Augsburg, 21. November 2014, Az: Au 6 K 14.50237, Urteil

Tenor:

Das Revisionsverfahren wird eingestellt.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg vom 21. November 2014 und das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 3. Dezember 2015 sind wirkungslos.

Die Beklagte trägt die Kosten des gesamten Verfahrens.

Lesen Sie mehr zu den Gründen auf Seite 2…

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