BGH 9. Zivilsenat, Urteil vom 11.05.2017, IX ZR 238/15

E-Law Admin/ Juli 16, 2017/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Ein Rechtsanwalt, der entsprechend einer wirksamen Weisung des Bevollmächtigten seines Mandanten eine für diesen eingezogene Forderung an einen Dritten auskehrt, handelt nicht pflichtwidrig, wenn es an einem evidenten Missbrauch der Vertretungsmacht fehlt.

2. Ein Untervertreter ist nicht berechtigt, namens des Vertretenen die dem Hauptvertreter erteilte Vollmacht zu widerrufen.

3. Die Abtretung einer Forderung ist mangels Bestimmtheit unwirksam, wenn sie zur Sicherung mehrerer laufenden Schwankungen unterworfener Forderungen erfolgt und der Drittschuldner nicht in zumutbarer Weise erkennen kann, wie hoch sich die gesicherten Forderungen belaufen.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend OLG Nürnberg, 18. November 2015, Az: 2 U 693/13
vorgehend LG Nürnberg-Fürth, 14. März 2013, Az: 17 O 9273/11

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