BGH 8. Zivilsenat, Beschluss vom 13.10.2020, VIII ZR 25/19

E-Law Admin/ November 6, 2020/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Da sich bei Verbandsprozessen nach §§ 1, 4 UKlaG der Streitwert und die Beschwer der Parteien regelmäßig nach dem Interesse der Allgemeinheit an der Beseitigung der beanstandeten AGB-Bestimmung richtet, kommt weder der wirtschaftlichen Bedeutung eines Klauselwerks oder der betroffenen Klauseln ein maßgebliches Gewicht zu noch dem Zugang zum Revisionsgericht (im Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 26. September 2012 – IV ZR 208/11, NJW 2013, 875 Rn. 20; vom 24. März 2020 – XI ZR 516/18, NJW-RR 2020, 1055 Rn. 5).

2. Eine von dem Regelbeschwerdewert (2.500 € pro beanstandeter Klausel) abweichende Bemessung der Beschwer folgt daher nicht schon daraus, dass ein Zulassungsgrund geltend gemacht wird, der – wäre die Nichtzulassungsbeschwerde zulässig – zu der Zulassung der Revision führen könnte.

vorgehend KG Berlin, 27. Dezember 2018, Az: 23 U 196/13, Urteil
vorgehend LG Berlin, 30. April 2013, Az: 15 O 92/12, Urteil

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