e-Law Admin/ April 4, 2019/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Nimmt eine Partei ausdrücklich auf die Klageschrift Bezug, sind sämtliche darin angekündigten Anträge gemäß § 297 Abs. 2 ZPO gestellt. Etwas anderes gilt nur dann, wenn sich aus dem Verhandlungsprotokoll unmissverständlich ergibt, dass die Partei nur auf einen Teil der angekündigten Anträge Bezug genommen hat.

2. Wird ein prozessualer Anspruch (Streitgegenstand) rechtsfehlerhaft bewusst nicht beschieden, kommt eine Ergänzung des Urteils nach § 321 ZPO nicht in Betracht. Vielmehr muss die Nichtberücksichtigung eines prozessualen Anspruchs in diesem Falle mit dem jeweils statthaften Rechtsmittel – hier der Nichtzulassungsbeschwerde – angefochten werden (st. Rspr.; Vergleiche nur BGH, Urteile vom 7. Mai 2007 – II ZR 281/05, WM 2007, 1270 Rn. 41; vom 20. September 2007 – I ZR 171/04, NJW-RR 2008, 851 Rn. 28; vom 1. Juni 2011 – I ZR 80/09, GRUR-RR 2012, 88 Rn. 7; jeweils mwN).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend OLG München, 25. April 2018, Az: 27 U 3003/17
vorgehend LG Augsburg, 11. August 2017, Az: 95 O 3153/16

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