e-Law Admin/ November 23, 2019/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

Ein Verstoß gegen die Pflicht zur Erhebung und Sicherung medizinischer Befunde und zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Befundträger lässt im Wege der Beweiserleichterung für den Patienten zwar auf ein reaktionspflichtiges positives Befundergebnis schließen. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn ein solches Ergebnis hinreichend wahrscheinlich ist. Es geht zu weit, als Folge der Unterlassung medizinisch gebotener Befunderhebung oder Befundsicherung unabhängig von der hinreichenden Wahrscheinlichkeit des Befundergebnisses eine Vermutung dahingehend anzunehmen, dass zugunsten des Patienten der von diesem vorgetragene Sachverhalt für den Befund als bestätigt gilt.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend OLG Karlsruhe, 17. Januar 2017, Az: 13 U 49/16
vorgehend LG Konstanz, 11. März 2016, Az: B 3 O 71/13

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