BGH 6. Zivilsenat, Beschluss vom 20.06.2017, VI ZR 505/16

E-Law Admin/ Juli 20, 2017/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

Den Prozessgegner der für eine negative Tatsache beweisbelasteten Partei trifft eine sogenannte sekundäre Darlegungslast, deren Umfang sich nach den Umständen des Einzelfalls richtet (Anschluss an BGH, Urteile vom 24. März 2010, XII ZR 175/08, BGHZ 185, 1 Rn. 20 mwN und vom 29. November 2016, X ZR 122/14, NZBau 2017, 176 Rn. 33).

Das gilt auch im Falle einer unberechtigten Schutzrechtsverwarnung. Der dem Kläger obliegende Beweis der fehlenden Berechtigung kann nur geführt werden, wenn der Verwarnende die Grundlagen für die Ausschließlichkeitsrechte darlegt, auf die er sich mit seiner Verwarnung gestützt hat.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend KG Berlin, 4. Oktober 2016, Az: 24 U 114/15
vorgehend LG Berlin, 9. Juni 2015, Az: 1 O 413/14

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