BGH 6. Zivilsenat, Beschluss vom 15.10.2019, VI ZB 22/19, VI ZB 23/19, VI ZB 22/19 und VI ZB 23/19

e-Law Admin/ Dezember 17, 2019/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Für die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist die versäumte Prozesshandlung in der für sie vorgeschriebenen Form nachzuholen. Hat es der Rechtsmittelführer versäumt, eine unterschriebene und damit wirksame Rechtsmittelbegründung einzureichen, hat er somit bis zum Ablauf der Wiedereinsetzungsfrist einen unterschriebenen Begründungsschriftsatz nachzureichen.

2. Die Rechtsprechung zur ausnahmsweisen Wirksamkeit nicht unterzeichneter Rechtsmittelbegründungsschriften (Senatsbeschlüsse vom 15. Juni 2004 – VI ZB 9/04, VersR 2005, 136, 137, juris Rn. 4; vom 9. Dezember 2003 – VI ZB 46/03, juris Rn. 4; BGH, Urteil vom 10. Mai 2005 – XI ZR 128/04, NJW 2005, 2086, 2088, juris Rn. 20 f.; Beschlüsse vom 26. Oktober 2011 – IV ZB 9/11, juris Rn. 6, 11; vom 20. März 1986 – VII ZB 21/85, BGHZ 97, 251, 254, juris Rn. 14) ist auf die Nachholung einer Berufungsbegründung im Zusammenhang mit einem Wiedereinsetzungsantrag nach Einreichung einer mangels Unterzeichnung unwirksamen Begründung nicht übertragbar.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend OLG Koblenz, 25. März 2019, Az: 1 U 1573/18
vorgehend OLG Koblenz, 7. Februar 2019, Az: 1 U 1573/18
vorgehend LG Koblenz, 15. November 2018, Az: 16 O 148/18

e-Law Trainer

Share this Post

Hinterlasse einen Kommentar