e-Law Admin/ Oktober 19, 2018/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Wohnungseigentum in Bruchteilseigentum kann insgesamt entzogen werden, wenn auch nur einer der Miteigentümer einen Entziehungstatbestand nach § 18 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1 WEG verwirklicht.

2. Der nicht störende Miteigentümer ist aber entsprechend § 19 Abs. 2 WEG berechtigt, die Wirkungen des Entziehungsurteils bis zur Erteilung des Zuschlags dadurch abzuwenden, dass er den Miteigentumsanteil des störenden Miteigentümers selbst erwirbt, den störenden Miteigentümer dauerhaft und einschränkungslos aus der Wohnanlage entfernt und dass er der Wohnungseigentümergemeinschaft alle Kosten ersetzt, die dieser durch die Führung des Entziehungsrechtsstreits und die Durchführung eines Zwangsversteigerungsverfahrens zur Durchsetzung des Entziehungsanspruchs entstanden sind.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend LG Dresden, 26. April 2017, Az: 2 S 562/16
vorgehend AG Leipzig, 29. September 2016, Az: 150 C 10138/15

e-Law Trainer

Share this Post

Hinterlasse einen Kommentar