BGH 12. Zivilsenat, Beschluss vom 31.05.2017, XII ZB 550/16

E-Law Admin/ Juli 6, 2017/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Der Schutz der Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG schließt familiäre Bindungen zwischen nahen Verwandten ein und umfasst das Recht naher Verwandter, bei der Entscheidung über die Auswahl eines Betreuers nach § 1897 Abs. 5 BGB berücksichtigt zu werden (im Anschluss an BVerfG 24. Juni 2014, 1 BvR 2926/13, FamRZ 2014, 1435 und 27. August 2014, 1 BvR 1467/14, FamRZ 2014, 1841).

2. Das fremdnützig ausgestaltete Betreuungsverfahren kennt kein subjektives Recht auf eine Bestellung als Betreuer. Die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für eine Beteiligung am Betreuungsverfahren nach §§ 1897 Abs. 5 BGB, 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG ist daher ausgeschlossen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 22. Oktober 2014, XII ZB 125/14, FamRZ 2015, 133).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend LG Gießen, 22. November 2016, Az: 7 T 446/16
vorgehend AG Gießen, 12. Oktober 2016, Az: 234 XVII 378/02 R

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