e-Law Admin/ August 29, 2018/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

§ 1897 Abs.4 Satz 1 und 2 BGB

Leitsatz

1. Das Betreuungsgericht hat im Rahmen der Anhörung des Betroffenen auch nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten mit ihm zu nutzen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 28. September 2016, XII ZB 269/16, FamRZ 2016, 2093).

2. Ist dem Betroffenen eine Äußerung zur Betreuerwahl im Zeitpunkt der gerichtlichen Anhörung nicht (mehr) möglich, muss das Gericht prüfen, ob außerhalb der Anhörung erfolgte Äußerungen des Betroffenen herangezogen werden können.

3. Zur Rücksichtnahme auf einen negativen Betreuerwunsch des Betroffenen in Bezug auf einen konkreten Angehörigen.

Verfahrensgang

vorgehend LG Berlin, 30. Oktober 2017, Az: 87 T 212/16
vorgehend AG Charlottenburg, 19. April 2016, Az: 56 XVII 243/15

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