e-Law Admin/ August 7, 2018/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Im Kindschaftsverfahren erfordert das Kindeswohl eine eigenständige Beauftragung eines Rechtsanwalts für das Kind nicht, wenn vom Familiengericht bereits ein Verfahrensbeistand bestellt worden ist und dieser aufgrund der ihm zustehenden Befugnisse in der Lage ist, die Rechte und Interessen des Kindes geltend zu machen (Fortführung von Senatsbeschluss vom 7. September 2011, XII ZB 12/11, BGHZ 191, 48 = FamRZ 2011, 1788).

2. Der Antrag eines Elternteils, ihm bei bestehender gemeinsamer elterlicher Sorge bezüglich der Anwaltsbeauftragung (hier: für ein Umgangsverfahren) die alleinige Entscheidungsbefugnis zu übertragen, ist in diesem Fall zurückzuweisen.

Verfahrensgang

vorgehend OLG München, 26. Juni 2017, Az: 16 UF 454/17
vorgehend AG Landau (Isar), 10. März 2017, Az: 2 F 28/17

Share this Post

Hinterlasse einen Kommentar