e-Law Admin/ Mai 24, 2019/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Eine Anhörung des Betroffenen im Betreuungsverfahren, die stattgefunden hat, ohne dass der Verfahrenspfleger Gelegenheit hatte, an ihr teilzunehmen, ist verfahrensfehlerhaft (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 14. Februar 2018 – XII ZB 465/17, FamRZ 2018, 705).

2. Die Verwertbarkeit des in einem Betreuungsverfahren eingeholten Gutachtens hängt nicht davon ab, dass ein verbaler Kontakt zwischen dem Betroffenen und dem Sachverständigen hergestellt werden kann. Der Sachverständige muss den Betroffenen aber untersucht und sich damit einen persönlichen Eindruck von ihm verschafft haben (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 10. Mai 2017 – XII ZB 536/16, FamRZ 2017, 1324).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend LG Passau, 12. November 2018, Az: 2 T 58/18
vorgehend AG Passau, 22. November 2017, Az: 16 XVII 982/03

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