e-Law Admin/ Juni 20, 2018/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

Die Bestellung eines Verfahrenspflegers für den Betroffenen ist nach § 276 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 FamFG regelmäßig schon dann geboten, wenn der Verfahrensgegenstand die Anordnung einer Betreuung in allen Angelegenheiten als möglich erscheinen lässt. Begründet der Tatrichter nicht, warum er trotz Vorliegens eines Regelfalls für die Bestellung eines Verfahrenspflegers von dieser absieht, kann das Rechtsbeschwerdegericht weder prüfen, ob er von seinem Ermessen überhaupt Gebrauch gemacht hat, noch ob die Entscheidung ermessensfehlerfrei ergangen ist (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 23. August 2017, XII ZB 611/16, FamRZ 2017, 1865).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend LG Cottbus, 5. April 2017, Az: 7 T 68/15
vorgehend AG Senftenberg, 7. Januar 2015, Az: 62 XVII 126/14

e-Law Trainer

Share this Post

Hinterlasse einen Kommentar