e-Law Admin/ Februar 27, 2019/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. § 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG räumt dem Beschwerdegericht auch in einem Betreuungsverfahren die Möglichkeit ein, von einer erneuten Anhörung des Betroffenen abzusehen. Dies setzt jedoch unter anderem voraus, dass die Anhörung bereits im ersten Rechtszug ohne Verletzung von zwingenden Verfahrensvorschriften vorgenommen worden ist (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 21. November 2018 – XII ZB 57/18, juris).

2. Wird dem Betroffenen das im Verfahren eingeholte Sachverständigengutachten nicht rechtzeitig vor dem Anhörungstermin überlassen, leidet die Anhörung an einem wesentlichen Verfahrensmangel (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 21. November 2018 – XII ZB 57/18, juris).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend LG Köln, 26. September 2018, Az: 6 T 232/18
vorgehend AG Leverkusen, 1. August 2018, Az: 14 XVII 233/18

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