BGH 11. Zivilsenat, Urteil vom 04.07.2017, XI ZR 562/15

E-Law Admin/ September 10, 2017/ BGH-Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

1. Die in Darlehensurkunden eines Kreditinstituts für den Abschluss von Kreditverträgen mit Unternehmern enthaltene formularmäßige Klausel

“Bearbeitungsentgelt für Vertragsschluss      EUR      10.000 €”

unterliegt nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB der richterlichen Inhaltskontrolle und ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam.

2. Die kenntnisabhängige Verjährungsfrist des § 199 Abs. 1 BGB für Rückforderungsansprüche wegen unwirksam formularmäßig vereinbarter Bearbeitungsentgelte begann auch bei Darlehensverträgen mit Unternehmern nach § 488 BGB mit dem Schluss des Jahres 2011 zu laufen (Fortführung von Senatsurteil vom 28. Oktober 2014, XI ZR 348/13, BGHZ 203, 115 Rn. 44 ff.).

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend OLG Celle, 2. Dezember 2015, Az: 3 U 113/15, Urteil
vorgehend LG Hannover, 4. Juni 2015, Az: 3 O 354/14, Urteil

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