e-Law Admin/ Mai 17, 2019/ BAG-Rechtsprechung, Rechtsprechung/ 0Kommentare

Leitsatz

Nach § 613a Abs. 1 Satz 3 BGB werden die beim Betriebsveräußerer durch Rechtsnormen eines Tarifvertrags unmittelbar und zwingend geregelten Rechte und Pflichten der Arbeitsverhältnisse durch die für dieselben Regelungsgegenstände bestehenden tarifvertraglichen Regelungen, an die der Betriebserwerber und der Arbeitnehmer gebunden sind – “kongruente Tarifgebundenheit” – abgelöst. Die Ablösung erfolgt grundsätzlich unabhängig davon, ob sich für die übergegangenen Arbeitsverhältnisse die Arbeitsbedingungen verbessern oder verschlechtern. Aus der Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union in der Rechtssache “Scattolon” (EuGH 6. September 2011 – C-108/10 -) folgt kein allgemeines Verschlechterungsverbot.

Verfahrensgang ausblendenVerfahrensgang

vorgehend ArbG Magdeburg, 18. Februar 2015, Az: 7 Ca 1672/14, Urteil
vorgehend Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, 14. August 2017, Az: 6 Sa 221/15, Urteil

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